25.09.2009 | Westfalen-Blatt

wb250909.jpgDie Bohne ins Herz geschlossen

Umfrage zum Tag des Kaffees: Welche Muntermacher mögen Bielefelder?

Bielefeld (WB). Ob auf dem Weg zur Arbeit, mit Freunden in der Stadt oder zum Entspannen zwischendurch: Kaffee ist und bleibt ein Genuss. Weil er so beliebt ist, wurde heute vor vier Jahren sogar ein Tag nach ihm benannt: “der Tag des Kaffees”.

Im Durchschnitt konsumieren die Deutschen pro Kopf 148 Liter Kaffee im Jahr. Das Getränk gibt es nahezu überall. Die meisten Menschen können sich ein Leben ohne den Muntermacher nicht mehr vorstellen. Müssen sie auch nicht. Denn in Bielefeld gibt es zahlreiche Cafés die die unterschiedlichsten Sorten anbieten. Ob mit Milch, Sirup, gefroren oder doch einfach nur klassisch schwarz - das Kaffee-Angebot ist so vielfältig wie noch nie.Es gibt viele verschiedene Kaffeebohnen, die für ein abwechslungsreiches Aroma sorgen. Schließlich enthält eine Bohne mehr als 1000 Aromastoffe.

Die Röstereien haben sich im Laufe der Jahre auf zwei Sorten beschränkt: die “Arabica” und die “Robusta”. Erstere ist die Bohne mit den meisten Aromastoffen. “Die benutzt man nur für Filterkaffees”, erklärt Kaffeeröster Walter Giefers, dessen Produkte man im Café Passon genießen kann. Die Robusta-Bohne hingegen hat einen bitteren Geschmack und eignet sich besonders gut für die Zubereitung von Espresso und Milchkaffees.

Bis die Bohne zu einem genüßlichen Kaffeegetränk geworden ist, hat sie einen langen Weg hinter sich gebracht. Im Coffee-Store in der Altstadt trifft man zum Beispiel auf Kaffeebohnen aus Äthiopien, im Café Thumel aus Brasilien und im Meiners bekommt der Gast Bio-Bohnen aus Mexiko. Doch egal, woher der Kaffee auch stammt, “die Nachfrage ist groß und nimmt ständig zu”, sagt Hassan Mimouni, Inhaber des Café Thumel. Immer beliebter würden die exotischen Spezialitäten: “Die Menschen wollen eben gern etwas Neues.”

“Stimmt”, sagt der Inhaber von Miner’s Coffee, Rolf Grotegut. Die Nachfrage sei auch abhängig von Temperatur und Jahreszeit, Dauerrenner seien aber die vielen verschiedenen Latte Macchiato-Sorten. Diese Erfahrung macht auch Axel Deppe vom Coffee-Store: “Latte Macchiato geht immer, wobei der Cappuccino das bestgehende Heißgetränk ist.” Entscheidend sei natürlich der individuelle Geschmack. Eines stehe aber fest: Eines steht fest: “Die Qualität der Bohne ist das A und O.”

Quellenangabe:
Format: Westfalen-Blatt, Bielefelder Ausgabe
Verlag: Vereinigte Zeitungsverlage GmbH
Ausgabe: Freitag, 25.09.2009
Autorin: Laura Prell