Die Bohne boomt
Kaffeehaus und Heimatgefühl
“Einen Latte Macchiato mit Caramel-Flavour, bitte.” Die Mühle verwandelt Espressobohnen in feinkörniges Pulver. Kaffeegeruch steigt in die Nase. Gläser und Teller klappern, heiße Milch wird eingefüllt, Karamellsirup, darüber eine dicke Schaumschicht. Langsam schüttet Mareike Demski jetzt den flüssigen Espresso hinein. Perfekt. Drei Schichten. Der Latte Macchiato ist fertig.
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Coffeestores sind in den letzten Jahren in Bielefeld wie Pilze aus dem Boden geschossen. “Das liegt daran, dass es immer mehr Single-Haushalte gibt”, erklärt Rolf Grotegut, der mit dem Miner’s am Gehrenberg vor sieben Jahren Bielefelds ersten Coffeestore eröffnete. “Das Kaffeehaus ist der dritte Platz neben Zuhause und Arbeitsstelle. Dort geht man zwischendurch hin, um Kontakt zu anderen Leuten und Freunden zu haben. Früher waren das die kleinen Eckkneipen, die heute alle aussterben.”
Schon als Student besaß Grotegut eine Espressomaschine. “Ich war immer schon ein großer Espresso-Fan. Nach einer USA-Reise 1995 kam mir die Idee, einen Kaffeeladen zu eröffnen”, erinnert sich der Bielefelder. Maxi-Anna arbeitet seit Oktober hier. Qualität setzt Wissen voraus. “Bevor ich meinen ersten Kaffee verkauft habe, gab es eine Barista-Schulung, bei der ich die verschiedenen Getränkemischungen gelernt habe.”
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Quellennachweis:
Format: Bielefeld geht aus
Ausgabe: 34. Ausgabe, Juli 2008
Verlag: Tips-Verlag GmbH
Autoren: Ludmilla Ostermann (Text) und Arne Krüger (Fotos)






