Entspannen in den Cafés und Restaurants am Gehrenberg
Das warme Wetter lädt zum Verweilen ein: Ob nach dem Stadtbummel, in der Pause oder nach der Arbeit, die Bielefelder treffen sich gerne in den inzwischen zahlreichen Cafés und Restaurants am Gehrenberg in der Altstadt. Die erste Wahl fält bei vielen auf das “Miner’s Coffee”, doch auch die anderen Lokale werden gut besucht.
“Ich nenne diese Ecke auch Klein-Paris, ist doch wie im Urlaub hier”, meint Klaus Kobusch (65). “Ich glaube, es gibt hier immer mehr Cafés, weil es in Deutschland immer wärmer wird, da fahren die Leute erst gar nicht mehr weg.” Er trinkt mit seinem Bekannten Dietmar Schultze-Petzold (67) aus Bad Salzuflen einen guten Wein vor dem “Pastis” - “Ganz hervorragend, das hat schon Großstadtflair hier”, meint dieser. “Wir haben zwar auch Cafés in Salzuflen, aber die sind über die ganze Stadt verstreut.” Mit an den Tisch setzt sich auch Nuri Ghiassi (58), der fünf Jahre im Iran war und nun zurück in Bielefeld ist. “Als ich gefahren bin, gab es hier nur das Café Miner’s, ich habe diese Straße kaum wieder erkannt”, sagt er.
Seit der Eröffnung des “Miner’s Coffee” 2001 entwickelte sich der Gehrenberg mit dem Alten Markt zur Gastromeile. “Stahlberg”, “Chopsticks”, “Thumel 1504″, “Gui”, “Pastis” - alle drängeln sich auf engstem Raum im Umkreis von 200 Metern. Wer den Gehrenberg noch ein Stückchen weiter geht, stößt auf das Café-Bistro “Bellini”, um die Ecke in der Steinstraße auf das “Tresor”.
“Wir waren schon in fast jedem Lokal hier”, sagt Anne Ritter (64), die heute nach dem Einkaufsbummel mit Christa Vogelsang (67) vor dem “Thumel 1504″ sitzt. “Das Publikum und das Ambiente am Gehrenberg sind genau so, wie es uns gefällt, deshalb kommen wir regelmäßig her.”
Als erstes voll ist meistens das “Miner’s Coffee”, vor allem jüngere Bielefelder treffen sich hier gerne. “Ein zentraler Anlaufpunkt, das kennt einfach jeder”, sagt Tim Wolf (27). “Als wir noch an der FHM studiert haben, war das hier immer unser Treffpunkt”, sagt sein Bekannter Otto Müller (25). Auch die Schüler des Ratsgymnasiums treffen sich gerne vor dem “Miner’s”, erzählt Karen Badge (23). Sie ist inzwischen Studentin und hat sich mit Freundin Friederike Hachmeister (23) verabredet, die gerade vom Einkaufsbummel zurückkehrt. Warum hier und nicht auf dem Boulevard? “Das ist eher war für abends, zum Essengehen”, findet Hachmeister.
Doch auch am Gehrenberg gibt es einige Bistros und Restaurants. Ob ein Baguette im “Pastis”, Wildschweinragout im “Gui” oder eine Süßkartoffel-Chilli-Suppe im “Stahlberg”, für den kleinen und großen Hunger lässt sich leicht etwas finden. Im “Thumel 1504″ wird in den nächsten Wochen ein neuer Feinkostbereich eröffnet, in dem auch Pasta und Pesto angeboten werden sollen.
Kalte Spezialitäten wie den “Frozen White”, einen Frappé aus weißer Schokolade mit Espresso und Eis, machen den Kaffee-Genuss im “Miner’s Coffee” auch bei großer Hitze möglich. Auch die frisch gepressten Obst- und Gemüsesäfte im “Stahlberg” sind ein guter Durstlöscher.
Quellangabe:
Format: Neue Westfälische Zeitung
Verlag: Neue Westfälische Zeitung GmbH & Co.KG
Ausgabe: Freitag, 30.05.2008
Autoren: kba (Text und Fotos)






