21.04.2008 | Neue Westfälische

Lange Nacht der Partys

Kneipen-Festival: Selten rappelvoll, nicht immer begeisternd, aber schön laut

Bielefeld. Eine Spur des Lacks ist ab: Honky Tonk, das Kneipenfestival mit Live-Musik in mehr als 20 Kneipen, begeistert zwar immer noch Tausende, aber es fasziniert spürbar nicht mehr so sehr wie bei den ersten drei Festivals. Am Samstag gab es fast keine Kneipe, kein Café, in dem es kaum möglich war, in einer Minute bis zur Bühne vorzudringen. Proppevoll war es nur selten. Um die Musik war immer gut hörbar, aber nur selten riss sie die Menschen mit.

Zurück blieben Musikfans, die ihren Spaß, aber nicht die Nacht der Nächte erlebt hatten. Stefan Barthels hatte nach einem eher enttäuschenden Besuch im Brauhaus, wo “Rio Neue Westälische 21.04.2008die Band” um die Gunst der Gäste spielte, die beiden Alex´aufgesucht - und war “zwar entschädigt worden, aber mitgerissen hat mich das nicht”.

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Biergläser schwingen Anja und Petra im Miner’s Coffee. Die beiden tragen Cowboyhüte, sitzen vorne neben der Band “Cowboys on Dope”, deren gute, pure Musik zu den Höhepunkten gehört, wenn auch mit Hörsturzgefahr. Peter Sarach, Wolly Düse und Thorsten Dohle begeistern.

Das gelingt dem vermeintlichen Top-Act des Abends nur bedingt: Im Glückundseligkeit ist es um 0.55 Uhr nur mäßig voll, auf der Tanzfläche tanzen 17 Frauen und ein Mann zu dem, was Ex-Bro’Sis-Sänger Faiz Mangat anbietet: routiniertem Funk. Und weil es irgendwie nicht mehr als nett ist, brüllt Mangat ins Mikro: “Wenn neben Ihnen noch immer jemand nicht tanzt, geben Sie ihm einen auf die Schnauze und ab geht’s.”

Quellangabe:

Format: Neue Westfälische

Redaktion: Lokales

Verlag: Neue Westfälische Zeitung GmbH & Co.KG

Ausgabe: Montag, 21. April 2008

Autoren: Kurt Ehmke (Text) und Andreas Frücht (Fotos)