10.10.2007 | Westfalen-Blatt

Zwischen Cappuccino und Cola ins Internet

Immer mehr Bielefelder Cafés haben einen “Hotspot”

Bielefeld (hu). Zwischendurch beim Cappuccino die elektronische Post überprüfen, nach dem Geschäftsessen offene Fragen direkt mit Informationen aus dem Internet klären oder einfach nur eine E-Mail an den Freund im Urlaub schreiben - alles dort kein Problem, wo es einen “Hotspot” gibt. In immer mehr Cafés und Restaurants in Bielefeld gibt es diesen drahtlosen Zugang zum Internet.

Wer ein Notebook oder ein anderes internetfähiges Gerät besitzt, braucht auf die Möglichkeiten, die das weltweite Netz bietet, auch unterwegs immer seltener zu verzichten. Denn viele Gastronomen in der Stadt haben einen “Hotspot” eingerichtet. Genutzt werden sie von vielen Geschäftsleuten ebenso wie von Studenten und Schülern. “Es ist schon sehr praktisch, wenn man auch unterwegs Sachen nachschlagen kann”, finden Julia Broschinski (21) und Conny Ellerbeck (26), die an der Universität Bielefeld Klinische Linguistik studieren.

Auch Pascal Kottemann (23) und Dag Sommerkamp (22), Studenten der Wirtschaftswissenschaft, nutzen den drahtlosen Internet-Zugang. “Ich habe oft meinen Laptop dabei und nutze die Möglichkeit gerne. Für das Studium, aber auch, um einfach zwischendurch zu surfen. Es ist für eine Gastronomie ein nettes Accessoire”, sagt Pascal Kottemann. Das es einen Bedarf für “Hotspots” gibt, davon ist auch Rolf Grotegut, Inhaber des “Miner’s Coffee” am Gehrenberg, überzeugt. “Natürlich hängt dies vom Konzept der Gastronomie ab. In ein Speiserestaurant passt es nicht so gut, aber für einen Coffeeshop ist ein Hotspot ein absolutes Muss.”

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Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Systeme für den drahtlosen Internetzugang. Im “Miner’s” zum Beispiel kann sich jeder einloggen, der ein dazu fähiges Gerät dabei hat - kostenlos. Nachteil eines solchen ungesicherten Zugangs ist, das sensible Daten wie etwa Zugangsnummern beim Online-Banking ausgespäht werden können.

Die andere Alternative ist ein “Hotspot”, der etwa über die Telekom läuft. Dort muss sich der Benutzer registrieren und für die Verbindung auch bezahlen. Pro Stunde kann dies je nach Anbieter einige Euro kosten. Das Einloggen zu einem solchen gesicherten Netzwerk ist nur mit einem Passwort möglich.
Einen solchen “Hotspot” gibt es in Bielefeld zum Beispiel in der “Alex Brasserie” an der Obernstraße. Schichtleiterin Daniela Tacke: “Abends bringen kaum Gäste ihren Computer mit. Aber tagsüber wird der Internetzugang schon genutzt.”

Quellangabe:
Format: Westfalen Blatt
Verlag: Vereinigte Zeitungsverlage GmbH
Ausgabe: Mittwoch, 10. Oktober 2006
Internet: http://www.westfalen-blatt.de
Text: Hendrik Uffmann
Fotos: Carsten Borgmeier